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Vom 14.09. bis 17.09.2016 fand der 4. Weltkongress Betreuungsrecht in Erkner bei Berlin statt. Zahlreiche Tagungsmaterialien und YouTube-Links zu Gesprächsbeiträgen finden Sie auf der Internetseite des Betreuungsgerichtstages.

Auch Vertreter des Fachverbandes Diakonischer Betreuungsvereine und Vormundschaftsvereine RWL nahmen an der Tagung teil.
Über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 30 Ländern diskutierten über die Weiterentwicklung des modernen Rechts für die Unterstützung und den Schutz von vulnerablen Erwachsenen. Das Betreuungsrecht wurde unter dem Leitgedanken von Selbstbestimmung sowie individueller und personenzentrierter Unterstützung auf den Prüfstand gestellt. Dabei bildete die UN-Behindertenrechtskonvention die Orientierung.

Während des Grußwortes von Frau Kienemund, der Vertreterin des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz, machten die deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer lautlosen, aber wirkungsvollen „Buchstabenaktion“ auf die schwierige finanzielle Situation der Betreuungsvereine aufmerksam.         

Die Fachvorträge verdeutlichten, dass im internationalen Vergleich das System des Betreuungswesens in Deutschland mit den Betreuungsvereinen als wichtigen Akteuren modellhaft ist. Insbesondere die Aufgabe der Begleitung von ehrenamtlichen rechtlichen Betreuerinnen und Betreuer sowie der Beratung von Bevollmächtigten, die von den Betreuungsvereinen wahrgenommen wird, kennen andere Länder auf der Welt nicht.

Ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer, das sind Familienfremde und Angehörige. Wenn die Familie, wie in Deutschland gewollt, weiter Verantwortung für ihre Mitglieder übernehmen soll, müssen Betreuungsvereine mit ihrem Beratungs- und Unterstützungsangebot gestärkt werden. Das wurde in den Veranstaltungen von verschiedener Seite deutlich hervorgehoben und eine kostendeckende, finanzielle Ausstattung gefordert.

Die Abschlusserklärung des Betreuungsgerichtstages hat den Titel „Entmündigung raus aus den Köpfen“.

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