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Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz hat einen Teilentwurf der noch in dieser Legislatur geplanten Reform des Vormundschaftsrechts veröffentlicht. Der Teilentwurf enthält eine Neufassung der Vorschriften zu Begründung, Führung und Ende der Vormundschaft im Bürgerlichen Gesetzbuch. Darin wird die Personensorge des Vormunds inhaltlich stärker konkretisiert. Gesetzlicher Maßstab für die Amtsführung des Vormunds soll das Recht des Mündels auf Fürsorge, Erziehung und Förderung seiner Entwicklung sein. Ein besonderes Augenmerk gilt auch der Auswahl des richtigen Vormunds für den Mündel. Das Gesetz wird hierzu durch die Möglichkeit ergänzt, das Jugendamt oder einen Vormundschaftsverein als vorläufigen Vormund zu bestellen, bis ein passender Vormund gefunden ist. Dabei soll nach Möglichkeit die Bestellung einer natürlichen Person als Vormund gefördert werden. Die Finanzierungsregelungen der Vormundschaft sollen künftig im Betreuungsrecht verankert werden.

Sie finden den Teilentwurf unter www.bmjv.de.

Zum Reformprozess des Vormundschaftsrechtes hatten die Vormundschaftsvereine der Freien Wohlfahrtspflege eine gemeinsame Erklärung abgegeben.

Frankfurter Thesen 28-04-15

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